DAS KLEINSTE KUNSTMUSEUM DER WELT

 

Nach einem Besuch im Kunstraum Baden zusammen mit meinem 13-jährigen Sohn Julian sinnierten wir über die Kunst. 

Die Ausstellung von Künstlern aus der Region gab uns einen sehr guten Einblick.

 

Was alles kann Kunst sein? Wie und womit kann man Kunst machen?

Es war interessant mit ihm durch die Ausstellung zu schlendern und zu sehen, was ihn ansprach, was er komisch, ausgefallen oder abstossend fand, was ihn interessierte oder was er links liegen liess. 

Auf jeden Fall inspirierte uns die Ausstellung, um über den Sinn oder Unsinn von Kunst nachzudenken und zu diskutieren. 

Dabei kam er auf die Idee, dass wir doch einen kleinen Ausstellungsraum generieren könnten, wo wir laufend irgendwelche Kunstwerke ausstellen. So entwickelte sich das Projekt "das kleinste Kunstmuseum der Welt". Zuhause gings dann sofort ans Feilen, Malen, Bohren und Einrichten. 

 

Seit gestern 10. März 2021 steht nun dieses Museum bei uns an der Schürmattstrasse 7 und ist 24 Std. öffentlich zugänglich. 

In einem Kunststoffbehälter mit den Massen 10 x 8 x 15.2cm werden hier in unterschiedlichen Abständen kleine Kunstwerke präsentiert. Der Gedanke dahinter ist immer im Sinn: Was ist Kunst oder was alles kann Kunst sein?

 

Ich werde auch auf Facebook und Instagram immer wieder davon berichten, wenn das Kästchen wieder neu gefüllt ist.

Gerne nehmen wir natürlich auch Eure Feedbacks entgegen ;-)

 

Volume 1    -    10. März 2021

 

 

Als erstes Objekt hat Julian einen ganz besonderen Stein gewählt, welchen er auf den Sockel hebt. 

Dazu folgende Gedanken

 

 

Zum Ursprung der Erde

 

Ich symbolisiere die ganze Erde als unser Planet.

 

Ich bin steinalt - nämlich ca. 4.5 Mia. Jahre.

 

Ich überlebte sogar die Dinosaurier.

 

 

Ich bin sehr hart.

 

 

 

Ich bin wertvoll.

 

 

 

 

 

 

 

Volume 2   -   27. März 2021

 

 

Gedanken zur aktuellen Lage

 

Viren sind älter als der Mensch.

Ohne Viren kann der Mensch nicht leben. 

Viren brauchen uns Menschen als Wirt.

Wir können von Viren lernen.

 

Woher kommen Viren?

Waren sie der Ursprung des Lebens?

Sind Viren Ausserirdische?

 

COVID-19 hat uns die Augen geöffnet.

Die Pandemie beschleunigt Bereiche wie Virenforschung und Digitalisierung.

Könnte man im ganzheitlichen Kontext sogar von einer Revolution der Viren sprechen?

 

Was wiegt nun mehr?

Einschränkung oder Horizonterweiterung?

 

 

Du kannst Dir gerne Deine eigenen Gedanken darüber machen.

 

 

 

 

 

Volume 3   -    12./ 13. März 2021

 

Der letzte Schnee...

 

 

Volume 4   -   15. März 2021

 

LG - TV

 

Selten hat man die Möglichkeit bei komplexen Dingen hinter die Kulisse zu schauen.

Eine solche Gelegenheit haben wir genutzt, als unser Fernseher letzthin den Geist aufgegeben hat. 

Kurzerhand wurde das hochtechnische Gerät von unseren Jungs auseinandergenommen.

Dabei sind ein paar wunderschöne Dinge zum Vorschein gekommen, welche hier nun in anderer Form präsentiert werden. 

 

Somit also diesmal Recycling-Art ;-)

 

Volume 5    -   03. Juni 2021

 

MAGNUS

 

Dieser kleine Kopf ist in einer schnellen Kopfsequenz entstanden.

 

Was ist eine Kopfsequenz? 

Eine tolle Übung für alle, die sich mit Gesichtern auseinander setzen möchten. 

Zur Vorbereitung legst Du fünf faustgrosse Tonklumpen vor Dich. 

Dann stellst Du den Timer auf 7 Minuten und beginnst mit dem ersten Klumpen ein Gesicht zu formen.

Vorzugsweise nur mit den Fingern. Wenn die 7 Minuten um sind, legst Du diesen Kopf zur Seite und machst nichts mehr daran.

Für den nächsten Kopf hast Du 6 Minuten Zeit und für jeden weiteren immer eine Minute weniger. Das heisst für den letzten Kopf

sind es noch 3 Minuten. 

Da Du dabei ziemlich schnell arbeiten musst und die ganze Situation immer stressiger wird, konzentrierst Du Dich nur noch auf das Wesentliche. 

So können eingeübte Mechanismen oder Stereotypen aufgebrochen werden und es entsteht etwas Neues, ganz Eigentümliches.

 

Magnus ist in den letzten 3 Minuten einer solchen Kopfsequenz entstanden.

Ich gebe meinen Köpfen immer einen Namen. Das macht ihre Persönlichkeit aus. 

Meist fallen mir diese Namen erst nach dem Brennen der Köpfe ein, wenn ich die Physiognomie betrachte. 

 

In den letzten Tagen habe ich wieder neue Patinatests durchgeführt. Jede Skulptur sieht damit einfach anders aus.

Gewisse Formen können so verstärkt und besser hervorgehoben werden. Spannend finde ich auch das Lichtspiel, welches durch die Sonneneinstrahlung in die Kunststoffbox, wo Magnus nun präsentiert wird, entsteht.  

 

Solche Kopfsequenzen kannst Du auch gerne in einem meiner Modellier-Workshops ausprobieren.